[Rezension] Friedemann Karig – Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie

[Rezension] Friedemann Karig – Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie

Info Verlag: Aufbau Verlag Blumenbar Preis: 20,00 € Seitenzahl: 304 Genre: Sachbuch ISBN: 978-3-351-05038-2   Klappentext Ein neues Zeitalter der Liebe. Die Monogamie scheint am Ende, jede zweite Ehe wird geschieden. Brauchen wir ein neues Wort für Liebe? Friedemann Karig hat ein offenes und zärtliches Buch geschrieben über Menschen, die die Erfüllung in einer Liebe suchen, die anders ist und frei. Mit allem Schmerz. Mit allem Glück. Mit oder ohne Kinder. Mit oder ohne Happy End. Ein packendes Buch darüber, wie wir heute lieben wollen. »Friedemann Karig nimmt der Liebe ihre Schwere, ihre Bedrohung, ihre Konventionen. Mit zauberhaften Geschichten und klugen Kommentaren gibt er zurück, was uns genommen wurde: die Leichtigkeit.« Ronja von Rönne   Inhalt Das Buch beschäftigt sich mit verschiedenen Themen, rund um Sexualität und Beziehungen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf dem Beziehungsmodell der „Monogamie“. Der Autor schafft es mit Witz und Lockerheit dieses Thema zugänglich zu machen, selbst wenn man dieses Modell bisher für das einzig Wahre betrachtet hat. Mit einem Mix aus Zitaten von Forschern und anderen Autoren und Geschichten aus dem Leben, wird dem Leser eine vielleicht völlig unbekannte Weise der Beziehung vorgestellt. Ich selbst war der Polygamie nie abgeneigt und habe mich mit diesem Thema schon vorher auseinander gesetzt. Das Buch von Herrn Karig hat es nur nochmal bestätigt, was ich vorher schon als Argumente für die Polygamie kannte. Dabei werden nicht nur die rein biologischen und evolutionsbedingten Rahmen erörtert, sondern auch die von der Gesellschaft vorgegebenen. Friedemann Karig schafft es bei seinem Plädoyer immer wieder die Monogamie nicht als etwas Schlechtes darzustellen. Er zeigt lediglich auf, warum man die Polygamie nicht verteufeln sollte. Und das ganze...
[Rezension] Karin Slaughter – Blutige Fesseln

[Rezension] Karin Slaughter – Blutige Fesseln

Meine Lieben, bevor ich mit der Rezension anfange, noch ein paar Worte vorab! Ich hatte eine lange Leseflaute aus der ich nicht so wirklich herausgekommen bin. Überrascht war ich dann jedoch schon vom November, in dem ich es geschafft habe vier Bücher zu lesen. Jetzt kommt wieder etwas Fahrt auf und das will ich auch meinen Blog spüren lassen. Daher will ich auch die Rezensionen auch etwas neu gestalten. Ich finde, mit etwas Neuem lässt es sich gleich besser starten. Und nun beginnen wir doch einfach mal mit der Rezension!   Karin Slaughter: Blutige Fesseln – Ein Will-Trent-Roman   Info Originaltitel: The Kept Woman Verlag: HarperCollins Preis: 18,99 €  Seitenzahl: 512 Seiten Genre: Thriller Erscheinungsdatum: 31.10.2016 ISBN: 9783959670517       Klappentext Es ist der persönlichste Fall in Will Trents Laufbahn. Das spürt der Ermittler schon in dem Moment, als er das leer stehende Lagerhaus betritt und die Leiche entdeckt – die Leiche eines Ex-Cops. Blutige Fußabdrücke weisen auf ein zweites Opfer hin. Eine Frau. Von ihr fehlt jede Spur. Das Brisante: Gegen den prominenten Eigentümer des Lagerhauses ermittelt Will bereits seit einem halben Jahr wegen Vergewaltigung. Erfolglos!Als am Tatort zudem ein Revolver gefunden wird, der auf Wills Noch-Ehefrau Angie zugelassen ist, ahnt er, dass dies ein Spiel auf Leben und Tod wird.   Story Wie man es von Karin Slaughter gewohnt ist, wird man direkt in die Handlung hineingeworfen. Es wird das Verbrechen gezeigt, doch man hat keine Ahnung, wer die Beteiligten sind und was zu dem Verbrechen geführt hat. Davon bin ich generell ein großer Fan – Jump into Action macht mir als Leser am meisten Spaß. Zunächst dreht sich auch alles...

[Rezension] Das Haus das in den Wellen verschwand – Lucy Clarke

Titel: Das Haus das in den Wellen verschwand Autor: Lucy Clarke Erscheinungsdatum:  01.06.2016 Seiten:  384 Seiten Erschienen bei:  Piper Verlag   Klappentext:  Als wir in den Wellen tanzten Lana und ihre beste Freundin Kitty wagen das ganz große Abenteuer und verlassen ihre Heimat England, um auf Weltreise zu gehen. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Globetrotter, die mit ihrer Yacht »The Blue« von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die beiden jungen Frauen Teil der Crew, und es beginnt eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Doch auch das Paradies hat seine Grenzen. Denn Lana und Kitty merken bald, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Und als ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean spurlos verschwindet, kommen nach und nach die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben … Das fand ich gut Die Beschreibungen der Autorin sind wunderschön. Man bekommt direkt Urlaubsfeeling. Wenn sich alles um die einsamen Strände und die Reisen auf der Yacht dreht – als auch noch alles gut war – hatte ich schon ein wenig Neid auf der Zunge. Gerade, wenn man das Buch in der Urlaubszeit liest. Vielleicht sollte man es nur am Strand lesen um diesem Reisefieber vorzubeugen. 🙂 Die Figuren waren allesamt stark gezeichnet. Die Freundschaft von Lana und Kitty ist eine sehr spannende. Man erfährt die Hintergründe ihrer Reise nach und nach und entdeckt sich selbst in den Figuren wieder. Sie sind sehr realistisch und glaubwürdig durch die Autorin dargestellt. Wer hinter dem Buch einen reinen „Wir fahren auf unserem Boot und sehen tolle Dinge“ Plot erwartet, irrt sich sehr, denn die Geschichte bekommt einen...

[Rezension] Infernale – Sophie Jordan

  Titel: Infernale Autor:  Sophie Jordan Sprecherin: Frederike Walke Erscheinungsdatum:  15.02.2016 Dauer: 6 Stunden, 28 Minuten  Erschienen bei: cbj audio Klappentext: Als Davy positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung zerbricht und ihre Freunde fürchten sich vor ihr. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie tatsächlich zu einer Mörderin? Das fand ich gut Die Sprecherin hat einen sehr guten Job gemacht. Ich fand ihre Stimme sehr angenehm und sie konnte mich von Anfang an mitreißen. Sie hat die Geschichte super vorgelesen. Auch die Story war spannend. Sie so erzählt, dass man wirklich dieses neue System auf uns problemlos übertragen kann. Ich mag es, wenn Geschichten das Gefühl von Realität vermitteln. Man denkt über die Welt nach, in der wir uns bewegen. Gibt es dieses Mördergen vielleicht doch? Und wie würden wir damit umgehen: als Gesellschaft oder als Träger. Ich kenne ja auch mittlerweile einige YA-Geschichten und muss sagen, dass die Liebesgeschichte – obligatorisch natürlich – nicht so aufdringlich ist. Es ist nicht vorrangig und nimmt doch einen großen Teil ein. Es ist eine gute Mischung. Davy ist gut gezeichnet und sie ist eine interessante Protagonistin. Sehr menschlich und authentisch. Auch Sean gefällt mir sehr gut – mein Fangirlherz ist da echt anfällig. Das fand ich nicht gut Ich habe die gekürzte Fassung erhalten. Ich fand den ersten Teil von der Länge her super, doch der zweite Teil ist meiner Meinung nach ein wenig zu kurz gekommen. Manchmal war es etwas schwierig zu unterscheiden, wer jetzt genau spricht. Stellenweise war...

[Rezension] Die Honigtöchter – Cristina Caboni

Titel: Die Honigtöchter Autor: Cristina Caboni Erscheinungsdatum: 20. 06. 2016 Seiten: 417 Erschienen bei:  Blanvalet  Klappentext: Kurz nach Sonnenaufgang verlässt Angelica Senes eine Landstraße in Südfrankreich und folgt einem von Rosmarin und Lavendelbüschen gesäumten Weg. Sie sucht den Bienenstock auf, den man ihr anvertraut hat. Sie ist reisende Imkerin, und sie liebt ihre Freiheit. Auch wenn sie dabei das türkisblaue Meer ihrer Heimat Sardinien vermisst. Erst als ihre Patentante stirbt und ihr ein Cottage hinterlässt, kehrt Angelica zurück. Doch dort muss sie sich dem stellen, was sie einst zurückließ: ihrer Familie, den Geheimnissen der Insel – und Nicola, dem Mann, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor … Das fand ich gut: Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll poetisch. Dabei bleibt er allerdings auch leicht und flüssig zu lesen. Ein Lieblingszitat könnte ich gar nicht nennen, denn es waren so viele wunderschöne Formulierungen dabei. Die Protagonistin Angelica ist eine wundervolle Frau. Sie spricht die Unsicherheiten an, die viele von uns vielleicht schon mal hatten: In welche Richtung soll mein Leben laufen? Man ist dabei, wie sie für sich eine Entscheidung fällt, eine Möglichkeit erhält diese Entscheidung zu treffen und was sie daraus macht. Angelica durchlebt eine Entwicklung, die man der Figur zu 100 % abnimmt und die man gut nachempfinden kann. Auch die anderen Figuren waren keineswegs flach. Sie alle hatten ihre Motive und sie waren auf ihre Weise sympathisch. Selbst die, die Angelica schaden wollten, hatten nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln und auch wenn man dieses nicht gutheißt, so macht es die Figuren authentisch und sehr glaubwürdig. Die Magie in Sardinen wird in dem Buch sehr gut beschrieben. Ich habe wirklich spontane Lust bekommen diesen kleinen...
[Rezension] Die Bücherfreundinnen – Jo Platt

[Rezension] Die Bücherfreundinnen – Jo Platt

Titel: Die Bücherfreundinnen Autor:  Jo Platt Erscheinungsdatum:  21.05.2016 Seiten:  416 Erschienen bei:  Rowohlt Verlag Rating: 4/5 Klappentext: Alice, Miriam, Sophie, Connie und Abigail sind die besten Freundinnen. Sie lachen zusammen und sie lesen zusammen. Einmal im Monat trifft sich ihr Buchclub. Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann sollte in den Club aufgenommen werden, seitdem ist Jon bei jedem Treffen dabei. Die Freundschaft hat allen fünf geholfen, mit dem Verlust fertigzuwerden. Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating-Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin. Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will. Das fand ich gut Die Figuren, allen voran Alice und Sophie, waren super sympathisch. Ich wäre vermutlich selbst mit den beiden befreundet gewesen. Generell waren die Freunde alle sehr aufopfernd und gingen sehr fürsorglich miteinander um. Die obligatorischen Buchclubtreffen waren die Anlässe, wo sie alle zusammen kamen, doch auch außerhalb des Buchclubs waren die Freunde sehr viel zusammen. Der Schreibstil war locker und leicht – perfekt für den Sommer. Es überfordert einen nicht, sondern unterhält. Es gibt einige Szenen die wirklich sehr witzig waren, andere sorgten für Herzklopfen und eine Prise Dramatik fand auch Platz. Die Rückblenden, wo es um Lydia ging, waren auch super. Sie waren kurz gehalten, doch man hat einen guten Eindruck davon bekommen, wie wichtig sie für die Freunde gewesen ist. Es ist kein Buch, dass schwer liegt und das muss es auch gar nicht. Ich fühlte mich sehr unterhalten und gut aufgehoben in der Geschichte. Obwohl ich...