978-3-499-25666-0Titel: Everlasting: Der Mann der aus der Zeit fiel
Erscheinungsdatum: 09. März 2012
Seiten: 412
Erschienen bei: Wunderlich bei Rowohlt Verlag
Rating: 5/5
Genre: Science-Fiction, Zeitreise, Romance

Klappentext:
Sie ist 250 Jahre vor ihm geboren. Ihre Welt ist dem Untergang geweiht. Setzt er sein Leben für sie aufs Spiel? Man schreibt das Jahr 2264. Zweihundert Jahre nach dem Dark Winter ist das Leben von Harmonie geprägt: Die Liebe existiert zwar nicht mehr, doch die Welt ist von Gemeinsinn und Fortschritt zusammengehalten. Finn Nordstrom, Historiker und Spezialist für die tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, Tagebücher eines Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von der jungen Frau, die quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Kurz darauf darf er ein Virtual-Reality-Spiel testen, das in jener fernen Zeit angesiedelt ist,. Zu seiner Überraschung steht er plötzlich vor der Tagebuchschreiberin – und fragt sich, was das für ein sonderbares Gefühl ist, das ihn plötzlich überkommt. Ohne es zu ahnen, wird er damit zu einem Versuchskaninchen mächtiger Wissenschaftler.

Das fand ich gut:
Der Schreibstil war sehr gut. Man flog nur so über die Seiten.
Die Idee, die hinter allem steckt, fand ich grandios. Es ist wirklich gut durchdacht. Bei etlichen Büchern, gibt es eine Naturkatastrophe, eine Pandemie oder ähnliches, die Menschen passen sich an die neuen Lebensumstände an und eigentlich ist nur die Technik etwas fortgeschrittener. Hier erkennt man, dass die Menschen sich in den 250 Jahren wirklich verändert haben. Die deutsche Sprache ist tot, die Menschen leben viel länger, sind wesentlich größer und vor allem sehr pragmatisch. Man sucht sich seinen Partner nicht aus Liebe, sondern um sich wirklich fortzupflanzen und das ist für alle Beteiligten in Ordnung. Großartig fand ich die veränderte Sprache. Und auch, dass es völlig logisch erklärt wurde. Nichts wird einfach behauptet, sondern wirklich erklärt, wie es dazu gekommen ist. Zum Beispiel warum das Wort „ich“ völlig aus dem Wortschatz der Menschen verschwunden ist.
Die Figuren waren ebenfalls sehr toll. Finn mochte ich unheimlich gerne, man merkt schnell, dass er irgendwie besonders, anders ist.
Lange Zeit hatte man auch zum Rätseln, was der Zweck des Spiels eigentlich ist und am Ende war ich doch etwas überrascht.
Außerdem mochte ich das offene Ende. Es hat perfekt zu der Liebesgeschichte gepasst. Diese war nicht kitschig aber dennoch sehr gefühlvoll. Und so wie das Buch endet, war es genau richtig.

Das fand ich nicht gut:
Da gibt es wirklich sehr wenig zu bemängeln. Das Cover trifft meinen Geschmack absolut nicht. Und auch wenn es gut zur Geschichte passt, werde ich mich daran nicht erfreuen können.
Rogue war mir ein wenig zu blass. Aber sie spielt auch keine große Rolle in der Geschichte.
Und der Vater der Tagebuchschreiberin wusste irgendwie was, doch das war auch nicht ganz sicher und deswegen hat es mich ein wenig verwirrt.
Aber das sind wirklich sehr kleine Punkte auf der Liste. Eigentlich gibt es nichts auszusetzen an dem Buch.

Fazit:
Eine absolute Empfehlung, an alle, die Lust auf ein bisschen Zeitreisen haben und eine tolle Liebesgeschichte lesen wollen. Es ist toll, dass die Geschichte in und um Berlin spielt. Die Story ist gut durchdacht und lässt bis auf das offene Ende, keine Fragen mehr zurück. Unbedingt lesen!