Meine Lieben,

bevor ich mit der Rezension anfange, noch ein paar Worte vorab!

Ich hatte eine lange Leseflaute aus der ich nicht so wirklich herausgekommen bin. Überrascht war ich dann jedoch schon vom November, in dem ich es geschafft habe vier Bücher zu lesen. Jetzt kommt wieder etwas Fahrt auf und das will ich auch meinen Blog spüren lassen. Daher will ich auch die Rezensionen auch etwas neu gestalten. Ich finde, mit etwas Neuem lässt es sich gleich besser starten.

Und nun beginnen wir doch einfach mal mit der Rezension!

 

Karin Slaughter: Blutige Fesseln – Ein Will-Trent-Roman

 

Info

Karin Slaughter Blutige Fesseln

Originaltitel: The Kept Woman
Verlag: HarperCollins
Preis: 18,99 € 
Seitenzahl: 512 Seiten
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 31.10.2016
ISBN: 9783959670517

 

 

 

Klappentext

Es ist der persönlichste Fall in Will Trents Laufbahn. Das spürt der Ermittler schon in dem Moment, als er das leer stehende Lagerhaus betritt und die Leiche entdeckt – die Leiche eines Ex-Cops. Blutige Fußabdrücke weisen auf ein zweites Opfer hin. Eine Frau. Von ihr fehlt jede Spur. Das Brisante: Gegen den prominenten Eigentümer des Lagerhauses ermittelt Will bereits seit einem halben Jahr wegen Vergewaltigung. Erfolglos!Als am Tatort zudem ein Revolver gefunden wird, der auf Wills Noch-Ehefrau Angie zugelassen ist, ahnt er, dass dies ein Spiel auf Leben und Tod wird.

 

Story

Wie man es von Karin Slaughter gewohnt ist, wird man direkt in die Handlung hineingeworfen. Es wird das Verbrechen gezeigt, doch man hat keine Ahnung, wer die Beteiligten sind und was zu dem Verbrechen geführt hat. Davon bin ich generell ein großer Fan – Jump into Action macht mir als Leser am meisten Spaß.

Zunächst dreht sich auch alles um die Klärung dieses Verbrechens. Doch relativ schnell merkt man, was der Klappentext auch schon verrät – das wird etwas sehr persönliches. Und das wurde es dann auch wirklich. Gemein fand ich – obwohl spannungstechnisch natürlich hervorragend gemacht – den Mittelteil, wo die Handlung unterbrochen wurde und das Zustandekommen des Verbrechens erklärt wurde. Ich muss zugeben, dass mich das wirklich wahnsinnig gemacht hat. Der Zeitpunkt dafür war perfekt und ich kann mir Frau Slaughters Grinsen vorstellen, als sie sich das überlegt hat.

 

Figuren

Die Figuren in Karin Slaughters Reihen sind für mich eigentlich das eigentliche Highlight. Klar, die Story ist auch wichtig, sie ist allerdings ersetzbar. Während es die Figuren nicht sind. Und das ist die große Stärke von dieser Reihe.
Ich bin ein großer Fan von den Figuren und vor allem, wie die Autorin es immer schafft, sie noch facettenreicher zu gestalten. Will Trent sind bereits einige Bücher gewidmet worden und bis auf die bisherigen Charakterzüge, die sich immer wiederholen, kommen noch weitere hinzu.
Die Figuren sind so authentisch gezeichnet und ihre Entwicklung völlig nachvollziehbar. Und selbst die Lieblinge, die ich als Leser habe (*hust* Wilbur *hust*), haben Schwächen und Macken. Und damit meine ich nicht, dass sie Fingernägel kauen, sondern sie haben Fehler, die durchaus schwerwiegend sein können.

Außerdem traut sich die Autorin auch, die Figuren durchaus unsympathisch zu machen. Aber niemals unlogisch. Es ist nachvollziehbar, warum Will diesen Fall persönlich nimmt, es ist auch nachvollziehbar, dass Dr. Sara Linton ihre Beziehung mit Will hinterfragt und es ist auch nachvollziehbar dass Angie Polanski gemein ist. Ich muss das nicht gutheißen, ich muss es aber verstehen und da hat Frau Slaughter einen hervorragenden Job gemacht!

 

Schreibstil

Mitreißend und stimmungsvoll von Beginn an. Außerdem gewohnt detailliert, sodass es manchmal schwer fällt, weiter zu lesen. Vor allem, wenn es um die Beschreibung von Leichen geht. Vor allem am Ende war sogar mir kurz bisschen anders. 😀

Außerdem wird auch immer anschaulich beschreiben, wie die Polizei arbeitet. Oder die Spurensicherung. Was immer noch einen gewissen Bildungszweck erfüllt – denn es ist bei weitem nicht so actionreich, wie sich das in Serien immer darstellt.

Es gibt so gut wie keine Längen in der Geschichte und an den wirklich perfekten Stellen, wechselt die Perspektive und man wird als Leser weiter hingehalten.

 

Fazit

Ich bin wieder einmal begeistert von dem Buch, dass Karin Slaughter geschrieben hat. Die Will-Trent-Reihe ist einfach großartig und dieser Teil wohl einer der besten. Das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen und nur schweren Herzens habe ich unterbrochen – aber ich musste auch bisschen schlafen. Ich habe es förmlich weggeatmet, ich habe gelitten, mehr als ich erwartet hatte und mitgefiebert, wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Wenn bald nachgelegt wird, dann  bin ich sehr glücklich. Bei Karin Slaughter kann ich es kaum erwarten.

 

Für Fans von …

… kaputten, sympathischen und authentischen Protagonisten
… Spannung, Blut und einer Prise Drama